Unsere Arbeit im Hospiz

Den letzten Lebensweg mitgehen

Palliative Care im Hospiz bedeutet, Menschen mit einer unheilbaren, weit fortgeschrittenen Erkrankung auf ihrem letzten Weg sorgsam zu begleiten. Dabei steht nicht die Krankheit im Fokus unserer Bemühungen, sondern der ganze Mensch mit seiner Lebenssituation.

Unser Konzept

Bei uns im Hospiz stehen das Bedürfnis und der Wille des Gastes im Mittelpunkt. Dabei ist Zeit zu haben und das Bewusstsein diese Zeit für die Sterbebegleitung nutzen zu dürfen/sollen Bedingung und Merkmal der palliativen Zuwendung und Haltung.

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Unser Ziel

Unser Ziel ist es, Menschen mit einer fortgeschrittenen unheilbaren Erkrankung und begrenzter Lebenserwartung ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben bis zu ihrem Tod im Kreis ihrer Angehörigen und Freunde zu ermöglichen.

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Unsere Leitlinien

„Sie sind wichtig, weil Sie eben Sie sind. Sie sind bis zum letzten Augenblick Ihres Lebens wichtig, und wir werden alles tun, damit Sie nicht nur in Frieden sterben, sondern auch bis zuletzt leben können.“ (Cicely Saunders, Begründerin der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin)

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Unser Menschenbild

Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte und jeder Einzelne ist uns in seiner Einmaligkeit wertvoll und wichtig. Unser Hospiz steht grundsätzlich jedem unheilbar schwerkranken Menschen offen, unabhängig von sozialem und gesellschaftlichem Status, Geschlecht, Alter, Hautfarbe, Bildung, Religion, Nationalität und seiner bisherigen Lebensgeschichte.

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Palliativstation oder stationäres Hospiz?

Im Video erklärt Sibylla Baumann den Unterschied.

Unser Team

Unser 30-köpfiges Team ist mit einem großen Orchester zu vergleichen. Ein gutes Orchester entsteht durch die enge Abstimmung der verschiedenen Instrumentalisten. Wichtig ist ein feines Gespür für die Stimmung des anderen, damit miteinander musiziert wird und aus einzelnen Tönen Musik erklingen kann. Deshalb ist jeder Einzelne für den perfekten Gesamtklang unverzichtbar.
 

"Hospiz ist Haltung und bedeutet für mich, dass ich in meiner ganzen Persönlichkeit aufrichtig mit unseren Gästen, Angehörigen und Mitarbeitern in Beziehung trete, in der Gewissheit, dass uns alle das gemeinsame Ziel einer guten Sterbebegleitung am Herzen liegt."

Sibylla Baumann

Hospizleiterin

"Das Leben wird im Tod gewandelt in ein neues Leben. Ich bin dankbar, dass ich Menschen vor diesem Übergang begleiten darf."

Sr. Ursula Pieper

Spirituelle Begleiterin

"Ich arbeite gerne im Hospiz, weil ich hier viel über das Leben lernen kann und es für wichtig erachte, mich mit dem Thema Endlich- und Vergänglichkeit auseinanderzusetzen."

Elisabeth Förster

Verwaltungsangestellte

"Hospizarbeit bedeutet für mich viel, weil hier der Mensch noch Mensch sein darf."

Felix Dietz

Pflegefachkraft

"Ich arbeite gerne im Hospiz, da ich hier den Menschen ganzheitlich betreuen kann."
 

Mareike Vandeven

Pflegefachkraft

"Ich arbeite gerne im Hospiz, weil ich finde, es gibt kaum ein beglückenderes Gefühl als zu spüren, dass ich für andere Menschen etwas sein kann, Lebensqualität ermögliche, Zeit schenke und ein Lächeln."
 

Monika Stumpf

Pflegefachkraft

"Hospiz ist für mich eine Haltung, in der ich Menschen in einer existenziellen Phase ihres Lebens begegne und sie und ihre Zugehörigen in ihrer Individualität begleiten darf."

Petra Schäbler

Pflegedienstleiterin

"Warum arbeite ich im Hospiz? Ich habe hier Zeit für die individuelle Pflege und kann die Gäste dort „abholen“, wo sie sich befinden (Seele, Autonomie…)."

Simone Zimbelmann

Pflegefachkraft

"Die Arbeit im Hospiz bedeutet für mich jeden Tag an die Wichtigkeit der kleinen Dinge im Leben erinnert zu werden."

Barbara Heil

Sozialpädagogin

"Was ist Hospiz für mich? Ich arbeite nicht mit sterbenden Menschen, sondern mit Menschen, die bald sterben werden."

Stefanie Grünewald

Pflegefachkraft

"Hospiz bedeutet für mich kein neues Leben beginnen zu können, aber jeden Morgen einen neuen Tag."

Alexandra Janik

Pflegefachkraft

"Hospizarbeit bedeutet für mich Lebensqualität bis zum Schluss."

Julia Süßner

Pflegefachkraft

"Hospiz bedeutet für mich Lebenszeit teilen, beschenken und beschenkt zu werden."

Nicole Eckert

Pflegefachkraft

"Ich arbeite im Hospiz, weil ich hier an jedem Arbeitstag erinnert werde, die einfachen Dinge im Leben zu lieben und vor allem die Gesundheit zu schätzen."

Frank Lindner

Pflegefachkraft

"Im Hospiz wird der Mensch ganzheitlich mit seinen persönlichen Wünschen und Ängsten wahrgenommen und dementsprechend individuell gepflegt."

Lada Bruner

Pflegefachkraft

"Das Sterben gehört zum Leben genauso dazu wie die Geburt. Und so wie es ein Privileg ist bei einer Geburt dabei zu sein, ist es für mich ein Privileg einen Sterbenden zu begleiten."

Evelyn Fenn

Pflegefachkraft

"Ich arbeite gerne im Hospiz, weil hier die Wünsche der Gäste oberste Priorität haben."

Lina Hecht

Pflegefachkraft

"Ich arbeite gerne im Hospiz, weil man hier der verbleibenden Zeit unbeschwerliche Augenblicke vermitteln kann, die von unendlichem Wert sind."

Sabine Scharf

Pflegefachkraft

"Hospiz ist für mich: Bereicherung und Lernen fürs eigene Leben als Begleiter auf einem fremden letzten Lebensweg."

Ulrike Nowicki

Pflegefachkraft

„Ich bin hier gerne, weil mein handwerkliches Geschick dazu beiträgt, das Hospiz zu einem heimeligen und gemütlichen Ort zu machen.“

Rudi Wurst

Hausmeister

Mit Leidenschaft und Hingabe seit jeher.

Historie

Die Stiftung Juliusspital wurde im Jahre 1576 gegründet. Die humanitären Zielsetzungen für ihr Handeln sind Helfen & Heilen.

Wir erfüllen damit den Auftrag der Mildtätigkeit und Gemeinnützigkeit, den uns der Stiftungsgründer Julius Echter von Mespelbrunn gegeben hat. Noch heute beruht die soziale Leistungsfähigkeit der Stiftung auf den ursprünglichen wirtschaftlichen Grundlagen.

Das Unternehmen agiert verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert nach den Werten und Grundsätzen seiner Geschichte.

Die Sozialen Stiftungsaufgaben

Wir wollen Menschen, die aufgrund von Krankheit, Armut oder Alter Hilfe benötigen, helfen. Dieses Bedürfnis entwickelt sich aus dem Gebot der Nächstenliebe.

Mit der Seniorenpflege einem Krankenhaus, einschließlich entsprechender Pflegefachschulen sowie unserer Epilepsieberatung, wird dieser Auftrag auch heute verantwortlich erfüllt.

Seit Beginn dieses Jahrtausends realisiert die Stiftung besonderes Engagement für den letzten Lebensabschnitt des Menschen. Mit der Palliativakademie, der stationären sowie ambulanten Palliativversorgung und dem 2013 eröffneten stationären Hospiz, vervollständigen wir die spezielle Pflege und Versorgung Schwerstkranker und sterbender Menschen.

Dabei legen wir großen Wert auf das Fundament des christlichen Glaubens in der Seelsorge durch die Juliusspital Pfarrei Sankt Kilian bei gleichzeitiger Offenheit für alle religiösen Ausrichtungen.

Wirtschaftliche Grundlagen

Die Sicherstellung regelmäßiger Einnahmen macht die Stiftung Juliusspital seit Jahrhunderten erfolgreich. Dabei sind Weitsicht und Wertschätzung bestimmend für unser zukunftsorientiertes Denken und Handeln.

Die sozialen Aufgaben der Stiftung Juliusspital werden durch die wirtschaftlichen Grundlagen, die Julius Echter geschaffen hat, getragen. Die Stiftung zählt zu den größten Landwirten und privaten Waldeigentümern des Freistaates Bayern. Weinberge, Land- und Forstwirtschaft sind die wichtigsten Säulen für den wirtschaftlichen Ertrag.

Die Stiftung verfügt über 1050 ha landwirtschaftliche Flächen. Der Forstgrundbesitz in der Vorrhön und im Spessart liegt bei 3350 ha Waldfläche. Immobilien, Liegenschaften, Tagungszentrum und gastronomische Angebote generieren zusätzlich wirtschaftliche Einnahmen. Durch großzügige Zustiftungen wird die Attraktivität des Stiftungsgedankens auch heute belegt.

Die Organe der Stiftung Juliusspital Würzburg

Die Stiftung wird durch das Dreiergremium Oberpflegamt (Oberpflegamtsdirektor Walter Herberth, Pfarrer Bernhard Stühler und Chefarzt Dr. Rainer Schäfer) unter Beachtung der Gründungsurkunde, der Stiftungsverfassung und der gültigen Geschäftsordnung verwaltet.

Walter Herberth ist seit 2009 Oberpflegamtsdirektor und Leiter der Stiftung Juliusspital Würzburg. Er führt in eigener Zuständigkeit entsprechend den Richtlinien und Beschlüssen des Oberpflegamtes die Geschäfte der laufenden Verwaltung, vollzieht die Beschlüsse des Oberpflegamtes und vertritt die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich.

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