Jazz im Hospiz
Seit Anfang des Jahres freuen wir uns über eine neue Bereicherung unseres musikalischen Angebots. Der Saxophonist Christoph Candra Mayer kommt nun einmal im Monat zu uns und tritt ehrenamtlich für unsere Gäste und ihre Angehörigen auf. Berührungsängste im Hospiz hatte er dabei nie – den Tod beschreibt er als „Brücke zwischen zwei Existenzen“.
Wenn Christoph zu spielen beginnt, erfüllt der warme Klang seines Tenorsaxophons unseren Wintergarten – mal kraftvoll, mal zurückgenommen, und doch immer präsent. Die Musik drängt sich nicht auf, und genau darin liegt ihre besondere Wirkung.
Unser Publikum ist dabei anders als bei seinen üblichen Konzerten. Die Menschen bei uns hören oftmals aufmerksamer, unmittelbarer zu. Manche liegen in ihrem Bett, andere sitzen mit ihren Angehörigen still im Raum.

Christoph ist ein Mann mit zahlreichen Talenten. Früh führte ihn sein Weg in den Steinmetz- und Steinbildhauerberuf. Heute gestaltet er vielseitig Stein und Holz, zudem ist er als Werklehrer tätig und geht der Malerei nach. Musikalisch fühlt er sich im Blues und Jazz zuhause. So begegnet man ihm auf Jam-Sessions, bei Performances oder auch bei Trauerfeiern. Weitere Informationen zu ihm sind auf seiner Website zu finden: www.candra-mayer.de
Zu seinem Engagement im Hospiz fand er durch seine Frau Aenne. Sie ist seit vielen Jahren Mitglied im Hospizverein Würzburg und unterstützt unsere Gäste durch ehrenamtliche Begleitungen. Der Einsatz der beiden ist für uns von unschätzbarem Wert. Wir danken Christoph und Aenne von Herzen. Es ist nicht selbstverständlich, Zeit, Talent und Herz so großzügig zu schenken.
Titelbild: www.candra-mayer.de
Text und Bild: Brigitte Limbeck