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Aktuelles aus dem
Juliusspital Hospiz

04.04.2019

Maria breitet ihren Mantel aus

Seit kurzem wird man in unserem stationären Hospiz in der Sanderau auf eine besondere Art und Weise begrüßt: Im Eingangsbereich hat eine Figur der Madonna ihren Platz gefunden. Schützend breitet sie ihren Mantel aus und empfängt Hospizgäste und Besucher mit ihrem gütigen Blick.

Die Idee, eine solche Figur gestalten zu lassen trägt unser Pfarrer Bernhard Stühler schon länger mit sich herum. Vor zwei Jahren erkundigte er sich daher bei einem ihm bekannten Lehrer der Staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim a. d. Rhön nach einem Holzschnitzer, der sich für ein solches Projekt begeistern könnte.

Der Lehrer, Martin Bühner, schlug dem Pfarrer vor, dabei doch den jugendlichen Nachwuchs der Holzbildhauer zum Zug kommen zu lassen. Gesagt getan, fünf angehende Holzbildhauer haben sich an dem Projekt „Schutzmantel-Madonna“ beteiligt und ihre Entwürfe eingereicht.

Geschnitzt aus juliusspitälischer Eiche

Unser Oberpflegamt, also Herr Herberth, Dr. Schäfer und Pfarrer Stühler entschieden sich schließlich für den Entwurf von Christian Stähr. Der junge Mann schnitzte seine 1,20 Meter hohe Figur - als Abschlussarbeit seiner Ausbildung in der Staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim - aus einem Eichenstamm, der in den juliusspitälischen Wäldern rund um Gräfendorf extra dafür gefällt wurde.

Eigentlich war die Madonna für die Kirche „Mariä Schutz“ auf der Vogelsburg geplant. „Im Laufe der Entwicklung und Gestaltung der Madonna haben wir uns entschieden, dass die Schutzmantel-Madonna auch sehr gut in unser Hospiz passt“, erklärt Pfarrer Stühler.

Madonna spendet besonderen Schutz ...

Deshalb entschied das Oberpflegamt, dass die Madonna nun im Foyer unseres Hospizes in der Sanderau einen Platz haben wird. „Das passt gut, denn auch die Gäste des Hospizes, ihre Angehörigen und Freunde stehen in einer besonderen Lebenslage ebenso unter einem besonderen Schutz.

Die aus Holz gefertigte Madonna gilt im Hospiz nicht nur als eine Symbolfigur der Mutter Gottes im christlichen Glauben. Sie steht für viel mehr. Wir befinden uns im Hospiz im palliativen Behandlungsbereich einer Erkrankung. Das Wort „palliativ“ beinhaltet das lateinische Wort „palliare“ = mit dem Mantel bedecken oder umhüllen.

... und vermittelt Trost und Geborgenheit

„So wollen wir für unsere Hospizgäste da sein. Wir wollen sie mit unserer medizinischen, pflegerischen und menschlichen Fürsorge ummanteln und umsorgen“, erklärt Sibylla Baumann, die Leiterin unseres stationären Hospizes. „Es ist unglaublich wie die Statue ohne Worte die Haltung und das Konzept der Versorgung im Hospiz verdeutlicht. Wir hoffen, dass die Symbolkraft der Figur auch für Gäste und Besucher anderer Glaubensrichtungen oder Menschen ohne Bezug zur Spiritualität spürbar ist und ihnen Schutz, Trost und Geborgenheit vermittelt, wenn sie das Hospiz betreten.“

Die Monolith Stelen aus Schiefer, auf welchen die Statue gut gefestigt verbunden ist, wurden speziell von einem Steinmetz angefertigt.

Text Barbara Heil, Sozialpädagogin im Juliusspital Hospiz und Martina Schneider, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit Stiftung Juliusspital Würzburg. Foto Elisabeth Förster

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