News-Blog

Aktuelles aus dem
Juliusspital Hospiz

31.05.2022

Musikalischer Nachmittag an unserem Flügel

Musik geht immer! 

Zumindest stellen wir das in den letzten beiden Jahren immer deutlicher fest. Daher möchten wir sehr gerne mehr davon anbieten und unsere Angebote in diese Richtung weiter ausbauen. So wendeten wir uns mit einem kleinen Aufruf an die beiden Vereine unserer ehrenamtlichen Begleiter, mit denen wir zusammenarbeiten.


Nach einiger Zeit meldete sich Herr Peter Collier vom Hospizverein e.V. bei uns. Im Gespräch kommen wir auf unseren wundervollen Flügel im Wohnzimmer, der unserer Meinung nach viel zu selten bespielt wird.


Damit sich Herr Collier ein persönliches Bild machen kann, wie ein Angebot aussehen könnte, kommt er unverbindlich zu einer abendlichen Singstunde, die wir „Betthupferl“ nennen dazu und begeistert durch wohlklingende gesangliche Unterstützung.


Wenige Tage später meldet er sich und bietet eine musikalische Stunde an unserem Flügel an. Da er selbst in einem Chor singt, möchte er gerne vor allem Lieder spielen, die die Zuhörer mitsingen können. Zwischendurch sorgt er durch selbst gewählte Gedichte für kurze Atempausen.


Vor zwei Wochen besuchte uns Herr Collier mit seinem E-Bike aus Maidbronn angeradelt im Hospiz. Als Erstes richtet er sich an unserem Flügel ein und entschuldigt sich gleich zu Beginn mit dem Satz, dass er sehr gerne Klavier spielt, aber mehr üben müsse.


Trotz der anfänglich spürbaren Nervosität merken wir durch seine sympathische Art nicht, dass er zum ersten Mal bei uns im Hospiz ist, um für unsere Gäste, Angehörige und uns zu musizieren.
 

Die Stunde selbst steht unter dem Motto Frühling, den wir mit verschiedensten Volksliedern herbeisingen und beginnt mit folgendem Satz eines Hospizgastes: „Singe, wem Gesang gegeben, in dem deutschen Dichterwald! Das ist Freude, das ist Leben, wenn’s von allen Zweigen schallt.“
 

So geben wir gesanglich unser Bestes bei „Der Winter ist vergangen“, „Nun will der Lenz uns grüßen“, „Es tönen die Lieder“, „Kuckuck, Kuckuck“, „Der Mai ist gekommen“, „Das Wandern ist des Müllers Lust“, „Der Lindenbaum“.
 

Dazwischen hören wir Gedichte wie „Das Veilchen“ von Johann Wolfgang von Goethe, „Es färbte sich die Wiese grün“ von Novalis (Georg Friedrich von Hardenberg), oder „Verspätetes Mailied“ von Mascha Kaléko.
 

Auf Wunsch einer Angehörigen singen wir abschließend gemeinsam „Nehmt Abschied, Brüder“ und schließen die Stunde mit dem Versprechen, dass Herr Collier uns baldmöglich ein weiteres Mal beehrt.
 

Wir bedanken uns recht herzlich für die Mühe und Zeit, die Herr Collier uns geschenkt hat und freuen uns bereits auf den nächsten Termin!
 

Wenn auch Sie Zeit und Lust haben, sich bei uns musikalisch zu engagieren, kontaktieren Sie uns gerne.
 

Text und Foto: Sabrina Helmrich-Zimmermann
 

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